Warum wir auf einer Webseite verweilen – wirkungsvolle Web-Texte
 Bild eines Schreibblocks mit der Notiz www ... ?

geschrieben von GLOBAL TRANSLATIONS am 12.05.2017

Dass wir Web-Texte zu Ende lesen oder eine Internetseite sofort schliessen, hat nicht nur mit unserem Interesse an einer Thematik zu tun

 

Web-Texte müssen in einer bestimmten Art verfasst sein, damit sie möglichst nutzerfreundlich werden. Doch welches ist der Schlüssel zu einem spannenden Web-Text?

 

Web-Leser sind besondere Leser. Es lohnt sich, wenn wir uns deshalb die Frage stellen, wie unser Zielpublikum vorgeht. Anhand dieser Frage können wir einige Regeln zum Schreiben fürs Internet aufstellen:

 

1. Web-Leser scannen

 

Bei Web-Lesern handelt es sich in der Regel um Menschen, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren und zu diesem möglichst viele Informationen sammeln wollen. Das Lesen im Internet gleicht daher eher einem Überfliegen als einer detaillierten, gemütlichen Lektüre. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihre Web-Texte optisch möglichst klar strukturieren. Machen Sie beim Schreiben fürs Internet Absätze, logische Titel und Zwischenüberschriften, arbeiten Sie gegebenenfalls auch mit Tabellen, Aufzählungen oder Symbolen. Benutzen Sie mehrere Schriften, übertreiben Sie aber nicht. Zu viele verschiedene Schriftarten verwirren unser Auge.

 

2. Web-Leser scannen nach dem Schema „F“

 

Verschiedene Studien zeigen, dass unsere Augen auf Webseiten dem Muster des Buchstabens F folgen. Wir beginnen Web-Texte oben links, gehen auf der gleichen Höhe auf die rechte Seite, anschliessend machen wir dasselbe in der Mitte, bevor wir unseren Blick am Schluss noch kurz eher auf der linken Seite über das Seitenende schweifen lassen. Dies bedeutet, dass die wichtigen Informationen auf einer Webseite im Bereich dieses Buchstabens angesiedelt sein sollten und insbesondere die ersten Zeilen eines Textes sehr aussagekräftig sein müssen.

 

3. Web-Leser sind ungeduldig

 

Web-Leser wollen ihre Informationen in möglichst kurzer Zeit sammeln. Ihre Texte sollen deshalb nicht nur spannend geschrieben sein, sondern möglichst rasch auch die wichtigsten Informationen darlegen. Bereits die Titel sollten möglichst viele Informationen beinhalten. Gehen Sie dann im Fliesstext nach dem Prinzip der umgekehrten Pyramide vor: Die wichtigste Information steht am Anfang, gefolgt von allen Nebenaussagen. Alles Unwichtige wird am Schluss aufgeführt. Halten Sie sich in der Regel eher kurz. Falls ein Text länger wird, arbeiten Sie umso mehr mit Absätzen und Unterteilungen. Bei ganz langen Inhalten können Sie beim Schreiben fürs Internet auch gut PDFs als Ergänzungsangebote einfügen.

 

4. Web-Leser sind Laien

 

In der Regel können Web-Leser als Laien behandelt werden. Sie sind deshalb auf gut verständliche Web-Texte angewiesen. Kurze Sätze helfen, Informationen innerhalb einer geringen Zeitspanne aufzunehmen. Beim Schreiben fürs Internet sollten Sie deshalb ausschliesslich kurze Sätze wählen. Machen Sie den Test: Sätze mit über 14 Wörtern sind im Netz in der Regel zu lang. Räumen Sie dem Web-Leser zudem Hindernisse wie Füllwörter, Abkürzungen oder Fremdwörter möglichst aus dem Weg.

 

5. Web-Leser wollen klare Aussagen

 

Arbeiten Sie möglichst oft mit dem W-Modell. Beantworten Sie also beim Schreiben fürs Internet die Fragen wer, was, wann, wo, wie, warum und wozu. Verbinden Sie die Kernaussagen mit guten Überleitungen. Ein roter Faden muss ersichtlich sein.

 

Und vergessen Sie zum Schluss nicht, Ihre Web-Texte ein wenig ruhen zu lassen und dann nochmals durchzugehen, indem Sie sich stets fragen, ob man nicht noch mehr vereinfachen könnte.

 

Nun wünschen wir Ihnen viel Spass beim webgerechten Schreiben! Die Besucher Ihrer Website werden Ihnen dankbar sein.

 

Autorinnen: Tatjana Greber-Probst, Nicole Hunziker, Myriam Cavegn

 

 

 

 
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