Emoji – Bild statt Wort
 Foto von verschiedenen Emojis

geschrieben von GLOBAL TRANSLATIONS am 17.06.2015

Das Emoji gehört heutzutage zum schriftlichen Ausdruck wie die Buchstaben und Satzzeichen. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der sprechenden Bilder.

 

Letzthin sprach ich einen älteren Bekannten auf eines meiner SMS an, das er nicht beantwortet hatte. „Ach, es war sicher eines mit vielen Symbolen – die machen mich jeweils ganz sprachlos“, entgegnete er. Auch ich war kurz sprachlos, freute mich aber sehr schnell über ein neues Blogthema. ;-)

 

;-) Das Beispiel zeigt es. Emojis gehören für viele und gerade für die jüngere Generation zum Alltag. Vor allem unsere Handymitteilungen sind gespickt mit Bildern und Symbolen, und immer häufiger brauchen wir letztere auch in E-Mails. Der Begriff Emoji ist für viele überhaupt kein Fremdwort mehr.

Doch kennen wir dessen genaue Definition wirklich? Und wissen wir, woher das Emoji eigentlich kommt? Oder wie viele es davon überhaupt gibt?

 

Zu diesen und anderen Fragen in der Folge einige spannende Antworten:

 

Definition

Sehr viele von uns setzen den Begriff „Emoji“ mit den weltberühmten kleinen Bildchen von Apple gleich. Emojis sind für die meisten also die vielen Zeichen und Symbole, die wir jeden Tag in unsere Textmitteilungen auf dem Handy integrieren. Der Begriff „Emoji“ beinhaltet jedoch weit mehr.

Spannend ist, dass das Wort „Emoji“ in unserem guten alten Referenzwerk DUDEN noch nicht aufgenommen ist. Letzterer definiert nur das „Emoticon“, einen Begriff, dem wir in unserem letzten Blog bereits begegnet sind. Die Begriffserklärung lautet folgendermassen: Ein Emoticon ist eine Kombination verschiedener auf einer Computertastatur vorhandener Zeichen, mit der in einer E-Mail eine Gefühlsäusserung wiedergegeben werden kann. Emoticons sind also zum Beispiel folgende Zeichenkombinationen:

 

;-) für Augenzwinkern, Witz usw.

:-) für Zufriedenheit/Fröhlichkeit usw.

<3 für Herz/Liebe usw.

 :-* für Kuss

 

Das Emoticon beschränkt sich in der Regel auf Emotionen, während der Begriff Emoji weiter gefasst ist. Emojis werden nämlich auch für allgemeine Begriffe verwendet. So ist ein Emoji laut Wikipedia ein Schriftzeichen, das insbesondere in SMS und Chats längere Begriffe ersetzt. Beispiele für Emojis:

 

 Foto von verschiedenen Emojis: Palme, Kamel, Traube, Drink, Regenschirm

Geschichte

Emoji ist der japanische Name für „Bildschriftzeichen“. Das Emoji trägt einen japanischen Namen, weil es von einem Japaner erfunden wurde. Für seine Geburt ist ein gewisser Shigetaka Kurita verantwortlich, der Ender der 90er-Jahre die ersten dieser Symbole ins Leben rief. Anfänglich waren Emojis einfarbig und klein, dennoch schlugen sie ein wie eine Bombe. Viele Faszinierte entwickelten die Zeichen weiter, und so herrschte zu Beginn der Emoji-Ära fröhliches Erfinderchaos. Diesem wurde erst im Oktober 2010 ein Ende gesetzt, und zwar mit der Aufnahme der Symbole in Unicode 6.0. Mit diesem Schritt entstand eine einheitliche Kodierung, die bis heute normiert ist.

 

Unicode ist ein internationaler Zeichenstandard. Er definiert für jedes sinntragende Schriftzeichen oder Textelement aller bekannten Schriftkulturen und Zeichensysteme einen digitalen Code. Ziel ist eine kompatible Kodierung für alle Länder und Kulturkreise. Unicode wird laufend ergänzt. Momentan stehen wir bei Unicode 6.3. Der Standard enthält aktuell neben zahlreichen anderen Schriftzeichen und Symbolen 722 Emojis.

 

Dies soweit mal die „Hardfacts“ zu unseren bildlichen Begleitern. Gerne melden wir uns im nächsten Blog zum gleichen Thema. Und wie immer freuen wir uns über umfangreiches Feedback!

 

Autorinnen: Tatjana Greber-Probst, Nicole Hunziker, Myriam Cavegn

 

 

 
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