Duden, wir lieben dich!
 Foto von Duden mit Herzchen

geschrieben von GLOBAL TRANSLATIONS am 20.01.2016

Ob online oder gebunden: Der Duden ist unser täglicher Begleiter bei der Ausübung unseres Berufs. Eine Hommage an das deutsche Rechtschreibwörterbuch.

 

In einem früheren Blog ging es darum, dass auch Sprachschaffende im Bereich Sprache nicht immer alles wissen können. Auch wir nehmen oft und gerne ein Nachschlagewerk zur Hand, denn wer möchte schon einen Fehler ausbaden, der ganz einfach hätte vermieden werden können, indem man sich absichert und etwas nachschaut? Es gibt verschiedene Nachschlagewerke für die deutsche Sprache. Unser Favorit ist aber eindeutig der Duden, denn er bietet nicht nur eine Hilfestellung bei orthografischen Zweifelsfällen, sondern liefert auch Antworten auf Grammatikfragen, erklärt anhand von Beispielen, beinhaltet Informationen zur Etymologie von Begriffen und vieles mehr. Ein Meisterwerk also, das mit der Sprache wächst und immer weiterentwickelt wird.

Geschichte

Die Geschichte des Dudens führt in die 70er-Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. 1872 erscheint der sogenannte „Schlezier Duden“ von Konrad Duden. Ziele dieses Werks sind Vereinfachung, Verbesserung und Prinzipientreue. 1880 folgt das „Vollständige Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“ – der Urduden, der die Grundlagen einer einheitlichen deutschen Rechtschreibung bestimmt. Erst 1892 erklärt der Schweizer Bundesrat den Duden zum amtlichen Referenzwerk der Orthografie. Zu Beginn des Schuljahres 1903/04 tritt die amtliche Rechtschreibung für die Schulen des Deutschen Reichs und der Schweiz in Kraft. Ab 1945 und mit der deutschen Teilung zerfällt auch der Duden in eine Ost- und eine Westausgabe, die sich hauptsächlich in der Wortwahl unterscheiden. Der Ostduden ist geprägt von sozialistischen Begriffen, während der westlichen Ausgabe westdeutsche Alltagsbegriffe hinzugefügt werden. 1991 werden die beiden Duden wieder zusammengeführt, und es erscheint der „Einheitsduden“ – die letzte Ausgabe vor der grossen Rechtschreibreform 1996. Mit der Rechtschreibreform wird das Dudenmonopol gebrochen – nicht mehr der Duden ist massgebend, sondern die amtliche Rechtschreibregelung. Nach langen Diskussionen zum Zeitpunkt der Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung wird der 31.07.2005 als Stichtag festgelegt: Ab diesem Datum gelten die neuen Schreibweisen. Die Übergangsfrist, in der alte Regeln, also Abweichungen vom neuen Regelwerk, in den Schulen noch toleriert werden, gilt bis August 2007. In der Schweiz wird die neue deutsche Rechtschreibung erst ab dem Schuljahr 2006/2007 vermittelt. Die Übergangsfrist dauert bis Ende Juli 2009.

Der Duden weiss (fast) alles!

Wir mögen den Duden. Sehr sogar. Auf ihn ist Verlass. Er steht in unserem Büro ganz unscheinbar im Regal – zwischen vielen weiteren Nachschlagewerken. Doch er geniesst die erste Priorität, wenn wir uns bei einem Zweifel absichern wollen. Nur die Online-Version kommt in der Regel noch früher zum Zug. Während der Arbeit ist der Online-Duden immer geöffnet – ausser es werden Wartungsarbeiten an duden.de durchgeführt, was uns zwingt, die gebundene Version zu konsultieren. Es gibt sogar eine Duden-Sprachberatung, die man anrufen kann, wenn man bei einem sprachlichen Problem nicht mehr weiter weiss. Dieses Angebot haben wir jedoch bisher noch nie genutzt – das würde unser Kopf nämlich nur ungern zulassen, da wir ja selber Profis sind. :-)

Zwölf Bände

Unter der Bezeichnung Duden gibt es elf weitere Spezial- und Fachwörterbücher wie beispielsweise das Stilwörterbuch, das Fremdwörterbuch oder das Synonymwörterbuch. Auch diese Bände sind sehr hilfreich und unterstützen uns bei der Arbeit.

 

Wir sind sehr froh, dass es den Duden gibt. Er ist ein Meisterwerk, das uns bei der täglichen Arbeit begleitet und als optimale Hilfestellung dient. Aus unserem Arbeitsalltag ist er schlicht nicht mehr wegzudenken.

 

Autorinnen: Tatjana Greber-Probst, Myriam Cavegn, Nicole Hunziker

 

 

 

 
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