Mitarbeiter-Interview: Myriam
Ohne einen geschenkten Crawl-Kurs...

...hätte ich wohl nie mit Triathlon angefangen.
 
Myriam Cavegn, [32] dipl. Übersetzerin HF SAL, arbeitet seit März 2014 bei GLOBAL TRANSLATIONS, wo sie auf Deutsch übersetzt und redigiert. Am 29. Juli hat sie erstmals am ausgebuchten Ironman Switzerland teilgenommen und belegte mit 12:38:39 den 11. Rang in ihrer Alterskategorie. Rund 1500 Athleten aus über 60 Ländern beteiligen sich an diesem jährlichen Langdistanz-Triathlon mitten durch das Herz der Stadt Zürich (3,8 km Schwimmen / 180 km Rad / 42,2 km Laufen).

Myriam, erzähl uns, wie alles begann …
Im Sommer vor etwa 10 Jahren begann ich, ab und zu Schwimmen zu gehen. Dank eines geschenkten Crawl-Kurses erlernte ich eine saubere Technik und das Schwimmen machte mir grossen Spass. Als Ausgleich kam ich später zum Laufsport und kaufte mein erstes Rennrad, um an einem Sprint-Triathlon (kürzere Variante mit allen drei Disziplinen) teilzunehmen.

Was treibt Dich an?
Dieser Sport bereitet mir einfach sehr viel Freude und macht mich glücklich. Ich mag die Abwechslung und ich liebe es, mich draussen zu bewegen. Ich finde es zudem sehr interessant, zu welcher Leistung der Körper fähig ist und die erkennbaren Fortschritte durch das Training motivieren mich. Ich setze mir gerne ein grosses Ziel und arbeite darauf hin, diese Herausforderung dann zu meistern.

Beim Ironman Switzerland hast du die Ziellinie nach 12 Stunden und 38 Minuten erreicht. Was ging dir im ersten Moment durch den Kopf?
Die letzten paar hundert Meter des Marathons habe ich wirklich bewusst genossen und ich freute mich, dass sich das monatelange intensive Training gelohnt hat und ich mir einen Traum erfüllen konnte. Im Ziel war es einfach schön, meine Freunde und Familie in die Arme nehmen zu dürfen.

Wie bereitest du dich vor? Trainierst du alleine? Machst du auch Indoor-Training?
Ich trainiere alleine, nehme aber auch an Trainings des Triathlon Clubs Solothurn teil oder trainiere zusammen mit Freunden vom Club. Im Frühling waren wir in einem Trainingslager in Spanien. Auf langen Radausfahrten ist es natürlich schön, wenn man noch jemanden zum Plaudern dabei hat (oder man den Windschatten nutzen kann :-D).

Du arbeitest zu 100 % – wie bringst Du Beruf und Training unter einen Hut?
Ich fahre oft mit dem Velo von zu Hause aus ins Büro und nach der Arbeit zum Beispiel noch um den Bielersee. So komme ich auf knapp 100 Kilometer. Meistens gehe ich in der Mittagspause laufen und/oder schwimmen. Die Lage des Büros am Bielersee ist dafür ja perfekt.
Am Wochenende sind die Trainingseinheiten entsprechend länger. Indoor-Training mache ich nur im Winter mit dem Fahrrad auf der Rolle. Das Lauftraining absolviere ich während des ganzen Jahres draussen. Geschwommen wird von Mai bis September im Freibad und sonst im Hallenbad. Ich kann es jeweils kaum erwarten, bis wieder Frühling ist und das Wetter alle Trainings im Freien zulässt.

Kommt es vor, dass Du « gar keine Lust » auf Training hast? Wie gehst Du damit um? 
Glücklicherweise kommt das bei mir nur sehr selten vor. Mein Trick, um den inneren Schweinehund zu überwinden, ist an das gute Gefühl nach dem Training zu denken oder sich zum Training zu verabreden.

Nochmals zurück zum Ironman Switzerland. Bist Du zufrieden mit Deiner Leistung?
Ich freute mich, dass es endlich so weit war und ich war sehr motiviert. Damit ein Wettkampf erfolgreich ist, müssen viele Faktoren zusammenspielen. Es ist mir gelungen, ohne technische Panne in meinem Tempo zu schwimmen, zu fahren und zu laufen. Während des Marathons hatte ich einen kurzen Einbruch, den ich aber auf der letzten von vier Laufrunden mit dem Ziel vor Augen überwinden konnte. Es war ein wunderbarer Tag und zum Glück lief alles nach Plan!
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